Die SPD Oberneuland distanziert sich aus mehreren Gründen von den Äußerungen des Fördervereins Overnigelant zur zukünftigen Entwicklung Oberneulands.
Zum einen müssen wir nicht darauf achten, dass Menschen zu uns „passen“. Eine solche Einstellung lehnen wir entschieden ab. Eine homogene Bevölkerung macht einen Stadtteil nicht liebens- und lebenswert. Seine Vitalität bezieht er aus Unterschiedlichkeiten. Zum anderen muss unser Ortsteil vorausschauend weiterentwickelt werden, um die Attraktivität zu erhalten und um dem zunehmenden Wertverfall der Immobilien entgegenzuwirken. Der Vorsitzende Derik Eicke: „Eine Stadtteilentwicklung lediglich basierend auf großen Grundstücken und alten Bäume ist allein schon durch den demografischen Faktor, auf den wir in Oberneuland kaum vorbereitet sind, nicht mehr zeitgemäß. Diese Rückwärtsgewandtheit ist mit Sicherheit die falsche Perspektive für Oberneuland.“
Die SPD bemängelt, dass Oberneuland in den letzten Jahrzehnten nicht besonders von den Stadtteilplanern berücksichtigt wurden. Dringend erforderlich sind u.a. eine bessere Anbindung an den ÖPNV, der Ausbau der Infrastruktur und die Aufwertung des Ortszentrums durch einen neuen Supermarkt auf dem ehemaligen Schulsportplatz. „Wir benötigen unbedingt einen großen Ankermieter, damit die kleineren Geschäfte der Mühlenfeldstraße überleben können“, so SPD-Vorstandsmitglied Martin Horn, der bereits in Berlin in einem Bauausschuss tätig war. „Das Negativbeispiel sehen wir ja mit dem Weggang von Aldi im Oberneulander Karree.“
Die 2. Vorsitzende Elke Steinhöfel weiter: „Es gilt, die Attraktivität des Stadtteils darauf abzuklopfen, was er u.a. den Alteingesessenen wie Neubürgern, den Kindern, den Jugendlichen, den berufstätigen Erwachsenen wie den älteren Bürgern bietet, um ihn den aktuellen und zukünftigen Bedürfnissen anzupassen. So wenig wie wir in unserem Stadtteil noch mit Pferd und Wagen fahren, so antiquiert ist es, Oberneuland als ein Dorf zu sehen, dazu fehlt ihm alles und das eröffnet ihm keine Zukunftsperspektive.“


