SPD Oberneuland lädt zur Kulturveranstaltung
9. Oktober 2009 | Von Derik Eicke

Verbotene Bremer Künstler im Nationalsozialismus /

Diskussion über den Maler Franz Radziwil

Die Kulturbeauftragte der SPD Oberneuland Ursula van den Busch organisierte eine Fahrt in die Ausstellung “entartet – beschlagnahmt. Bremer Künstler im Nationalsozialismus“. In einer exklusiven Führung in der Städtische Galerie für 30 Oberneulanderinnen und Oberneulander wurde ein Abschnitt Bremer Kunstgeschichte beleuchtet, der bisher kaum aufgearbeitet worden ist.

Das sog. Beschlagnahme-Inventar der Nationalsozialisten nennt 22 Künstler aus Bremen und dem Bremer Umland und die stattliche Zahl von ca. 230 ihrer Werke, die in ganz Deutschland beschlagnahmt wurden. Neben den Arbeiten, die zum Teil zum ersten Mal ausgestellt werden, rücken die Biografien der verfolgten Künstler in die nähere Betrachtung. So zeigt die Ausstellung den damaligen Zeitgeist mit seinem gleitenden Übergang vom Denk- zum Malverbot, den inneren Exil und die zzt. heimliche Anpassung der Künstler. „Diese Vielfältigkeit der verschiedenen Kunstrichtungen ist wirklich beeindruckend. Erschreckend ist allerdings die Willkür, mit der die Nationalsozialisten Künstler verboten haben“, so eine Oberneulanderin.

Nach der Führung rückte einer der Künstler, der Maler Franz Radziwil, in den Mittelpunkt. Nach einer genauen Betrachtung seiner Bilder und einem einstündigen Dokumentarfilm gab es eine Diskussion mit seiner Tochter, die neben den künstlerischen auch private Aspekte einbrachte.

Die SPD Oberneuland wird auch 2010 Fahrten in Kunstausstellungen organisieren. „Wir möchten nächstes Jahr besonders unsere älteren Mitbürger ansprechen und für sie auch Fahrgemeinschaften anbieten“, so Ursula van den Busch. SPD-Vorsitzende Derik Eicke weiter: „Des Weiteren wird es wieder eine eigene Veranstaltungen in Oberneuland geben, wie z.B. die Kunstveranstaltung im Gemeindesaal im Mai 2009.“